Kunstwerk Konstablerwache Frankfurt am Main
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Schwerelose Kunst über Frankfurt:
Janet Echelman an der Konstablerwache
Schwereloser Tanz im Wind: Janet Echelmans faszinierende Netzskulptur
über der Frankfurter Konstablerwache.
Mein Fazit am Ende des Beitrages.

Wer neulich über die Frankfurter Konstablerwache spaziert ist, erlebte eine magische Transformation des urbanen Raums. Wo sonst der hektische Trubel der Stadt, graue Fassaden und der Beton des Alltags das Bild prägen ( Ich bin gerne bereit dies zu ändern ), zieht plötzlich ein farbenprächtiges Monument den Blick unwillkürlich nach oben.
Die US-amerikanische Künstlerin Janet Echelman hat den freien Luftraum über dem Platz in eine schwebende, lebendige Skulptur verwandelt.
Ein monumentales Leichtgewicht: Technische Details & Installation
Was auf den ersten Blick wie ein sanftes Wolkengebilde aus Licht und Farbe erscheint, ist das Resultat höchster Ingenieurs- und Handwerkskunst. Die Installation schwebt frei zwischen den umliegenden Gebäuden und Masten der Konstablerwache, verankert durch ein hochkomplexes System aus extrem belastbaren Spannseilen.
Das Netz selbst besteht aus speziell entwickelten High-Tech-Fasern (darunter UHMWPE – Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene), die um ein Vielfaches zugfester als Stahl sind, aber ein minimales Eigengewicht aufweisen.
Die einzelnen Abschnitte wurden mit tausenden handgeknüpften Knoten gefügt. Die leuchtende Farbpalette reicht von intensivem Magenta und Pink im Kern bis hin zu tiefen Ozeanblau- und Cyan-Tönen an den äußeren Kanten. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel entsteht so ein unvergleichlicher Kontrast zur geometrischen
Architektur Frankfurts.
Der Blick durch die Linse
Als Fotograf ist diese Installation ein absoluter Traum. Das Spiel aus Licht, Schatten, Struktur und Bewegung verändert
sich mit jeder Minute. Steht man direkt unter dem riesigen Netzwerk, verliert man fast das Gefühl für Gravitation. Die
Struktur fängt das Sonnenlicht ein und projiziert dynamische Netzmuster auf den Pflasterboden der Konstablerwache.
Mein persönlicher Eindruck
Nachdem wir mit dem Auto vom Main aus über die Friedberger zur Konstablerwache fuhren und das Kunstwerk zu meiner Linken auftauchte, war ich auf Anhieb enttäuscht. Durch die Medien und die Weitwinkelfotos, welche bereits im Netz verbreitet sind, erwartete ich einen gigantischen Anblick, welcher den gesamten Luftraum über dem Platz ausfüllen sollte. Dem war nicht so.
Als ich einen Parkplatz am Dönerheld fand, war mein erstes Ziel C&A, denn ich wollte ein Bild aus einer höher gelegenen Position schießen. Leider alle Fenster dicht und Genehmigung vom Chef gab es auch nicht.
Also sind wir rüber auf den Platz der Konstablerwache. Die Wirkung entwickelte sich nun und die anfängliche Enttäuschung verflog ziemlich schnell.
Es wirkt tatsächlich groß, wenn man darunter steht. Getragen wird es von massiven Stahlträgern, welche eigentlich auch etwas hermachen, mit den ganzen Lichtinstallationen.
Es schwebt über einem. Blau und Rottöne vermischen sich zu lilafarbenen, wolkenartigen Wellen. Es ist groß ja, aber es wirkt leicht und zart wie eine Feder.
Sehr interessant fand ich nicht nur das, was sich oben abspielte. Ein toller Schattenwurf bildete sich am Boden ab. Dunkle Bereiche mit Verläufen in helle und zurück.
Es hat sich gelohnt und ich bin froh, es live gesehen und erlebt zu haben.
Fotos: Drew Camell










