The Journal: Perspectives on Materiality and Form
Willkommen in meinem digitalen Archiv. Hier dokumentiere ich den Dialog zwischen Prozess und Ergebnis. Dieses Journal dient als Fenster in mein Atelier – von der ersten Skizze bis zur vollendeten Serie. Es ist ein Raum für theoretische Reflexionen über zeitgenössische Kunst, Materialforschung und die Geschichten hinter meinen Werken. Begleiten Sie mich bei der Dekonstruktion des Sichtbaren.
Wenn Rembrandt auf Cattelan trifft: Eine Analyse von „The Banana“
Ein stilles Atelier, das goldene Licht eines staubigen Fensters und die konzentrierte Arbeit eines Malers. Auf den ersten Blick wirkt mein neuestes Werk wie eine vergessene Szene aus dem 17. Jahrhundert. Doch wer genauer hinsieht, erkennt den ironischen Bruch mit der Tradition.

Die Symbiose aus Alt und Neu
In meinem Gemälde „The Banana“ (Arbeitstitel) habe ich mich intensiv mit der Lichtführung des Chiaroscuro auseinandergesetzt. Ein alter Künstler, gehüllt in eine schlichte Robe, sitzt vor seiner Leinwand. Doch er malt kein biblisches Motiv und kein herrschaftliches Porträt. Sein Fokus liegt auf einem Objekt, das die Kunstwelt der Neuzeit erschüttert hat: einer Banane, die mit silbernem Panzerband an einer Leinwand befestigt ist.
Was ist eigentlich Kunst?
Dieses Bild stellt die Frage, die uns seit Cattelans berühmtem Werk bei der Art Basel beschäftigt: Muss Kunst handwerklich perfekt sein, oder reicht die reine Idee?
Indem ich die Banane – das Symbol für flüchtige, provokante Konzeptkunst – in den aufwendigen, zeitintensiven Prozess der Ölmalerei integriere, schließe ich den Kreis. Der „alte Meister“ im Bild scheint die Banane mit derselben Ehrfurcht und Präzision zu studieren, wie er es bei einer antiken Statue tun würde.
Details des Werks
Das Licht: Inspiriert von Rembrandt, bricht sich das Tageslicht durch ein hohes Gitterfenster und lenkt den Blick direkt auf das Geschehen.
Der Kontrast: Die raue Textur der Ateliergegenstände steht im harten Kontrast zur glatten, gelben Schale der Banane.
Die Stimmung: Es herrscht eine sakrale Ruhe, die den Betrachter dazu einlädt, über die Vergänglichkeit und den Wert von Objekten nachzudenken.














